Einer alten Frau wird durch eine Pflegerrin von hinten beide Hände auf die SChulter gelegt

Pflege-Zusatzversicherung

Teuren Pflegekosten jetzt vorsorgen.

Kinder haften für Ihre Eltern!

Die Vorstellung, irgendwann einmal arm und alt im Pflegeheim zu sitzen, schieben die meisten Menschen am liebsten ganz weit von sich weg. Dabei sind die finanziellen Risiken im Ernstfall erheblich. Den Betroffenen oder ihren Angehörigen können leicht ungedeckte Restkosten von weit mehr als 1.000 Euro im Monat entstehen – und zwar egal, ob die Pflege zu Hause erfolgt oder im Heim.

Es werden von den Versicherern hauptsächlich zwei Arten von Verträgen angeboten:

1. Die Pflegerentenversicherung

Diese wird von Lebensversicherern entweder als Ergänzung einer Lebens- und Rentenversicherung oder auch als separater Vertrag angeboten. Es wird eine bei Vertragsabschluss festgelegte monatliche Pflegerente vereinbart. Je nach Pflegestufe staffelt sich die Leistung. Manche Tarife leisten erst ab Pflegestufe III. Es besteht lebenslange Beitragsgarantie und die Verträge sind bei Bezug der Pflegerentenleistung beitragsfrei.

2. Die Pflege-Tagegeldversicherung

Diese ist für die meisten Menschen die bessere Wahl, weil sie den Versicherten mehr Entscheidungsfreiheit lässt. Nur mit einer Pflege-Tagegeldversicherung halten Sie sich die Option offen, Angehörigen oder Freunden Geld für ihre Hilfe zu zahlen. Sie bekommen das Geld zur freien Verfügung und müssen keine Kosten nachweisen.

Unsere Empfehlung

Wir favorisieren Tagegeldversicherungen mit Dynamik, damit das Geld auch noch reicht, wenn die Pflegekosten weiter steigen und ohne Karenzzeit zwischen der Feststellung der Pflegebedürftigkeit und dem Einsetzen der Leistung. Wir raten bereits ab Pflegestufe I zu versichern. Dann sollten bei Leistungsbezug ab Pflegestue I keine Beiträge mehr zu zahlen sein (das ist nicht bei allen Angeboten so!).

52% aller anerkannten Pflegefälle erhalten Leistungen nach Pflegestufe I, weitere 35% nach Pflegestufe II und nur 13% sind in Pflegestufe III.

Gesundheitsfragen

Außerdem favorisieren wir Anbieter, die eindeutige Fragen nach z.B. bestimmten namentlich genannten Krankheiten, die in den letzten fünf Jahren diagnostiziert worden sind, stellen. Hier können Sie eindeutig mit “Ja” oder “Nein” antworten. Damit setzen Sie sich nicht der Gefahr aus, etwas verschwiegen zu haben und der Versicherer kann seine Leistung nicht mit dem Argument der sog. Obliegenheitsverletzung bei Antragstellung verweigern.

Es gibt kein Höchstaufnahmealter!

Förder-Pflegeversicherung

„Pflege-Bahr“ – die staatlich geförderte ergänzende Pflegeversicherung (GEPV)

Seit dem 1. Januar 2013 ist der geförderte Abschluss einer Pflegemonatsgeldversicherung, „Pflege-Bahr“ genannt, möglich. Damit können Sie einfacher Ihre Versorgungslücke schließen. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir im Folgenden kurz zusammengestellt:

Insbesondere junge, volljährige Menschen profitieren von den geförderten Verträgen. So lässt sich ein guter Teil der Lücke schließen, da der Gesetzgeber bei einem Eigenbeitrag von mindestens 10 Euro eine Förderung von 5 Euro gewährt. Somit beträgt der Mindestbeitrag insgesamt 15 Euro.

Vor allem bei älteren Kunden kann der Eigenanteil höher liegen, da der Gesetzgeber einige Rahmenbedingungen vorgibt:

  • Mindestleistung von 600 Euro in der Pflegestufe III
  • mindestens 30% der Stufe III in der Stufe II
  • 20% der Stufe III in der Stufe I
  • mindestens 10% der Stufe III in der Stufe 0

Die Anbieter können nach oben hin davon abweichen.

Der Abschluss ist für alle möglich, die volljährig sind, in der sozialen oder privaten Pflegepflichtversicherung versichert sind und noch keine Leistungen aus der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) oder Privaten Pflegeversicherung (PPV) bezogen haben. Es gibt kein Höchsteintrittsalter.

Bei Minderjährigen kann je nach Anbieter ein „Pflege-Bahr“ abgeschlossen werden, der aber erst mit Erreichen der Volljährigkeit eine Förderung erhält. Dies ist z.B. bei der Kindernachversicherung bei Neugeborenen relevant. Hier fallen laut §24 der MB/GEPV keine Wartezeiten an. Der Beitrag darf so lange auch 15 Euro unterschreiten und müsste erst zur Volljährigkeit angepasst werden.

Für Kinder, Jugendliche unter 18 und Personen, die bereits pflegebedürftig sind oder es waren, ist der „Pflege-Bahr“ im Umkehrschluss nicht mit Förderung abschließbar.

Neben der Frage nach einer bestehenden Pflegebedürftigkeit dürfen ansonsten keine Gesundheitsfragen gestellt werden.

Insbesondere ältere Kunden kommen nicht umhin diese staatlich geförderte Pflegeabsicherung durch ein „herkömmliches“ Pflegetagegeld zu ergänzen, da sich meist deutlich höhere Monatsbeiträge als 15 Euro ergeben, wenn man eine ausreichende Absicherung erzielen will. An dieser Stelle sind wir als Makler gefordert, Ihnen ehrlich und offen den höheren Bedarf darzustellen und anzuraten, die Absicherung entsprechend aufzustocken.

Anders als bei „Riester“ wurde hier Bürokratie vermieden. Die Versicherer rufen die Förderung ohne einen Antrag des Kunden direkt ab. Der zu zahlende Beitrag wird automatisch um den Zulagenbetrag reduziert.

Im „Pflege-Bahr“ sind Wartezeiten von bis zu 5 Jahren vorgesehen. Diese sind aber nicht wie Karenz-Zeiten, die man z.B. aus der Berufsunfähigkeit (BU) kennt, zu verstehen.

Vielmehr besteht in jedem Fall nach Ablauf von 5 Jahren ein Leistungsanspruchauch, wenn zwischenzeitig ein Leistungsfall eingetreten ist. Wenn also am 01.01.2019 der Abschluss erfolgt, wird in jedem Falle ab dem 01.01.2024 die monatliche Pflegeleistung erbracht – also auch, wenn z.B. 2020 ein Pflegefall eintreten würde.

Um die Leistung in Anspruch nehmen zu können, ist es erforderlich, dass auch die soziale oder private Pflegeversicherung leisten. Den Bescheid der sozialen Pflegepflichtversicherung (SPV) erstellt wie üblich der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Den Bescheid der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) erstellt das Unternehmen MEDICPROOF. Der „Pflege-Bahr“ leistet dann rückwirkend wie die SPV/PPV von Beginn an.

Eine nachträgliche Änderung oder Kündigung des „Pflege-Bahr“ durch den Versicherer ist ausgeschlossen, es sei denn, der Kunde zahlt seine Beiträge nicht mehr. Auch können bei „Zustimmung des Treuhänders bei angemessener Wahrung der Versicherteninteressen die Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) angepasst werden. Dies ist denkbar, wenn sich die Verhältnisse im Gesundheitswesen dauerhaft ändern. Darüber hinaus verzichten die Versicherer über ihr ordentliches Kündigungsrecht.“ (Quelle: PKV-Verband)

Sie können nach einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Wenn eine Beitragszahlung nicht mehr möglich ist, kann der Vertrag mindestens drei Jahre ab dem Eintritt einer Hilfebedürftigkeit ruhen. Allerdings besteht in dieser Zeit kein Anspruch auf Leistungen.

Bereits bestehende Verträge können nicht nachträglich umgewandelt oder anderweitig gefördert werden. Dies ist ausschließlich bei den speziellen „Pflege-Bahr-Verträgen“ möglich, da nur diese die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllen.

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